Die Stadt plant den Ankauf des Monheimer Tors

Öffnung und Aufstockung sollen künftig den Eingangscharakter für das Stadtzentrum hervorheben / Geplante Weichenstellung im Rat ist am 11. Juli

Große Pläne! Bürgermeister Daniel Zimmermann und Isabel Port, Geschäftsführerin der drei städtischen Tochtergesellschaften Monheimer Einkaufszentren I¸ Monheimer Einkaufszentren II sowie der Baumberger Einkaufszentrum GmbH, wollen das Monheimer Tor zu einem echten Eingangstor in Monheims Mitte entwickeln und zugleich zu einem verbindenden Element zwischen Stadtzentrum und Berliner Viertel gestalten. Foto: Thomas Spekowius

Die Stadt Monheim am Rhein plant nach den Ankäufen der Rathauscenter-Komplexe I und II nun auch den Erwerb des Einkaufszentrums Monheimer Tor. Eine entsprechende Beschlussvorlage für die kommende Sitzung des Stadtrates am Mittwoch, 11. Juli, ist gerade in Vorbereitung.

Sollte der Rat zustimmen, würde das Monheimer Tor aus dem Bestand eines Immobilienfonds herausgekauft werden, der sich im Besitz verschiedener institutioneller Investoren befindet. Der Kaufpreis läge in zweistelliger Millionenhöhe. „Wir betrachten das Monheimer Tor als einen weiteren zentralen Baustein für die Entwicklung der Innenstadt“, unterstreicht Bürgermeister Daniel Zimmermann die Bedeutung der Pläne. „Der Kauf beinhaltet die große Chance, ein einheitliches Konzept in Bezug auf die Außendarstellung, Erschließung und Funktion der Einzelhandelsflächen in der Innenstadt zu realisieren.“ Geplant ist demnach eine Öffnung des Monheimer Tores in Richtung Opladener Straße und Berliner Ring. Zimmermann: „Wir wollen die Rückseite des Tors entwickeln und damit auch zum Berliner Viertel hin öffnen.“

Zudem soll auch aus Richtung Opladener Straße eine gänzlich neue Eingangssituation entstehen. Dazu ist neben der geplanten Öffnung auch eine Aufstockung des bisherigen flachen Baukörpers geplant. Bei der Eröffnung des Monheimer Tors 2011 sei es unter den damaligen Gegebenheiten richtig gewesen, zunächst eine Art Fachmarktcenter in die Innenstadt zu bringen, wie es sonst eher am Stadtrand entstünde. „Wir haben diese Flächen dringend gebraucht. Und wir freuen uns auch über den dort vorhanden Einzelhandel, der an dieser Stelle sehr gut funktioniert“, so Monheims Stadtoberhaupt. Doch auch Bürostandorte seien in Monheim am Rhein inzwischen hoch nachgefragt. Bei der Stadtverwaltung ist man sich daher sicher: Was im Rathauscenter in den oberen Etagen funktioniert, das wird auch im Monheimer Tor nach einer entsprechenden Aufstockung sehr gut funktionieren. Zugleich kann im Zuge dieser Arbeiten dann auch an einer deutlich ansprechenderen Architektur und Fassadengestaltung gearbeitet werden, die aus städtebaulicher Sicht sehr viel besser in das Zentrum passen wird. „Diese städtebauliche Neuaufstellung wird ein privater Investor niemals hinbekommen, deshalb ist es sinnvoll, dass die Stadt das Monheimer Tor erwirbt, “ so Monheims Bürgermeister.

Nach dem Ankauf der Rathauscenter-Komplexe I und II, für deren Umgestaltung bereits Konzepte erstellt werden, könnte das Monheimer Tor in die angelaufenen Umgestaltungspläne für den Bereich Opladener Straße und Berliner Ring aufgenommen werden, um eine Innenstadtgestaltung aus einem Guss zu generieren. Zahlreiche ergänzende Informationen und die Möglichkeit zur aktiven Beteiligung an den Planungen für Bürgerinnen und Bürger gibt es auf der städtischen Beteiligungsplattform [extern]www.mitdenken.monheim.de. (ts)